Traumland Intensivstation

Kommunikation mit Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen

Ein Schwerpunktthema der kath. Seelsorge

Verantwortlich: Thomas Kammerer

Homepage im Internet: www.traumland-intensivstation.de

Hier finden Sie detaillierte Informationen, Karten, Material und ein Forum zum interdisziplinären Austausch


Erster multiprofessioneller Kongress

Seelsorge- Medizin - Psychologie

18.-20. November 2005

Klinikum Großhadern

Nähere Infos: http://www.traumland-intensivstation.de


 

traumland_buch_bild_klein.jpgBuch: Traumland Intensivstation

Veränderte Bewusstseinszustände und Koma
interdisziplinäre Expeditionen

Herausgeber: Thomas Kammerer
Books on Demand Norderstedt März 2006
ISBN: 3-8334-4586-6

Auf der Intensivstation befinden sich viele Patientinnen und Patienten in vitalen Grenzsituationen. Dadurch und durch den therapeutischen Einsatz von Medikamenten, die das Bewusstsein beeinflussen bzw. verändern, erleben die Betroffenen ungewohnte seelische Zustände und teilen Wahrnehmungen mit, die den Rahmen des Bekannten sprengen. Da heute die Behauptung nicht mehr haltbar ist, dass Menschen im Koma oder ähnlichen Zuständen nichts von ihrer Situation und ihrer Umgebung wahrnehmen können, sind alle, die auf Intensivstationen arbeiten, zu neuen Antworten herausgefordert:

Inwieweit beeinflusst das Erleben der Patientinnen und Patienten den Überlebensprozess und die Genesung?
Gibt es Kommunikationsformen, welche die Heilungschancen eines Menschen in derartigen Grenzsituationen positiv beeinflussen können?
Wie können die verschiedenen Berufsgruppen in ihrem Tun und Zusammenwirken für den betroffenen Menschen in den unterschiedlichen Dimensionen der körperlichen, seelischen und spirituellen Unterstützung eine optimale Intensivversorgung erreichen?

Im November 2005 beschäftigte sich erstmals ein multiprofessioneller Kongress am Klinikum der Universität München mit diesen Fragen.
Der vorliegende Band enthält Beiträge der meisten Referentinnen und Referenten. Aus dem Blickwinkel ihrer Fachgebiete (Medizin, Pflege, Seelsorge und Psychologie) nähern sie sich dem Raum der Intensivstation und den Menschen, die dort behandelt werden.

{mosif usergroup=Registered,Special}Artikel von Thomas Kammerer: Lebensatem an der Grenze: hier klicken hier klicken (150.96 KB){endif}


M 21 Eingang.JPGUmgang mit Koma-Patienten auf der Intensivstation

Entwurf einer Handreichung für Angehörige

von Pfarrer Thomas Kammerer

icon Angehörigeninformation (161.73 KB 12.06.2006 16:26)

zur Diskussion - Rückmeldungen erbeten!

Das Leben des komatösen Patienten befindet sich keineswegs im Stillstand. Das Bewusstsein hat sich durch die Erkrankung oder auch durch die beruhigenden und entlastenden Medikamente auf eine sehr ursprüngliche und nach innen gewandte Ebene zurückgezogen. Der Patient ist wie in einem „Traumland", vielleicht ein wenig vergleichbar mit der Welt der Träume, die wir jede Nacht träumen. Im „Traumland" des Koma will sich neben der Schonung des angeschlagenen Körpers menschliches Leben im Ganzen entwickeln. So ist das Koma nicht nur ein Defizit, sondern ein Teil des Lebensprozesses Ihres Angehörigen. Von diesem inneren, seelischen Prozess hängt auch die körperliche Entwicklung nicht unwesentlich ab. Dies ein wenig zu verstehen und ihn/sie zu unterstützen, seinen/ihren Weg zu finden und zu mehr persönlicher Ganzheit zu kommen, dazu dient diese Broschüre. Beachten Sie jedoch, dass die Hinweise kein Patentrezept darstellen können, sondern lediglich ein Angebot zum Dialog.


Forschung

Hinweise auf verschiedenste Forschungsarbeiten - siehe Internetseite www.traumland-intensivstation.de